Anybus Communicator

Anybus logo CANopen-Protokollkonverter

Der Communicator verbindet Feldgeräte über ihre serielle Schnittstelle mit 
						CANopen Netzwerken Der Anybus Communicator ist ein CANopen-Protokollkonverter und verbindet Automatisierungsgeräte über ihre serielle Schnittstelle mit CANopen-Netzwerken. Der Communicator übernimmt dabei die Aufgabe eines Protokollkonverters und Schnittstellenwandlers. Mit dem Konfigurationstool definieren Sie das Protokoll der seriellen Geräteschnittstelle und die gewünschte Umsetzung auf CANopen.

Anwendungsbereich

Der Communicator eignet sich insbesondere zum Einsatz in Verbindung mit Feldgeräten, die (noch) keine integrierte CANopen-Schnittstelle haben. Er ist für Schutzart IP20 und Hutschienenmontage mit 24-Volt-Spannungsversorgung ausgelegt.

CANopen-Funktionen

Der Communicator unterstützt Prozessdatenobjekte (PDO) und Servicedatenobjekte (SDO) mit einer maximalen Datenbreite von 512 Byte Input und 512 Byte Output. Die Übertragungsgeschwindigkeit kann von 10 kbit/s bis 1.000 kbit/s ausgewählt werden. Über den Drehschalter an der Frontseite können Übertragungsgeschwindigkeit und Stationsadresse eingestellt werden. CANopen LogoDer Communicator realisiert den vollständigen Funktionsumfang eines CANopen-Slave. Der CANopen-Anschluss erfolgt über eine 9-polige D-Sub-Buchse. Sechs Diagnose-LEDs signalisieren den aktuellen CANopen-Zustand sowie den Kommunikationsstatus der seriellen Geräteschnittstelle.

Serielle Schnittstelle zum Feldgerät

Die serielle Geräteschnittstelle ist als 9-polige D-Sub-Buchse an der Unterseite des Communicators ausgeführt. Sie kann mit dem Konfigurationstool auf folgende Signalpegel umgeschaltet werden: RS-232, RS-422 oder RS-485 . Die Baudrate kann zwischen 1.200 und 57.600 bit/s gewählt werden. Im RS-232- oder RS-422-Mode wird eine 1:1-Verbindung zwischen dem Communicator und dem Feldgerät hergestellt. Im RS-485-Modus können bis zu 31 Feldgeräte seriell mit dem Communicator verbunden werden.

Konfiguration mit dem Anybus Configuration Manager

Mit dem Konfigurationstool legen Sie das Protokoll der seriellen Schnittstelle des Feldgerätes fest. Das Konfigurationstool läuft auf PCs unter allen gängigen Windows-Versionen. Die Verbindung vom PC zum Communicator erfolgt über ein Konfigurationskabel. Der Konfigurationsvorgang ist menügeführt. Je nach Komplexität und Aufbaudes Protokolls kann zwischen dem vordefinierten Modbus-RTU-Betrieb oder dem Generic Data Mode gewählt werden. Für die Konfiguration sind keine Programmierkenntnisse erforderlich. Das Konfigurationstool steht im Download-Bereich der Anybus-Website zum kostenlosen Download bereit.
Der Modbus-RTU-Mode ist immer dann vorteilhaft, wenn eine Umsetzung von CANopen auf Modbus oder von Modbus auf CANopen realisiert werden soll. Dabei sollte sich das Feldgerät genau oder ähnlich wie ein Modbus-RTU-Slave und der Communicator sich genau oder ähnlich einem Modbus-RTU-Master verhalten. Eventuelle Abweichungen des speziellen Protokolls vom Modbus-Standard können detailliert angegeben werden, um so den Communicator an die Besonderheiten des Gerätes anzupassen.
Im Generic Data Mode kann das Protokoll zwischen dem Feldgerät und dem Communicator frei definiert werden. Der Frame-Editor und vordefinierte Prozeduren wie gängige Prüfsummenberechnungen und Zeitüberwachungen erleichtern ebenfalls die Arbeit.

Vorteile

Der Einsatz des Communicators erspart dem Gerätehersteller die Entwicklung einer integrierten CANopen-Schnittstelle. Für den Systemintegrator ermöglicht der Communicator die Integration älterer Feldgeräte in moderne Kommunikationsstrukturen. Besonders vorteilhaft ist, dass funktionskompatible Communicator-Varianten auch für viele andere industrielle Netzwerke zur Verfügung stehen. Eine einmal erstellte Konfiguration ist in der Regel ohne Änderungen auf andere Communicator-Varianten für andere Busse übertragbar.

Support

Die In-Design-Zentren in Karlsruhe, Chicago, Tokio und Halmstad unterstützen jederzeit bei der Erstellung der Konfiguration oder stellen Beispielkonfigurationen für gängige Protokolle zur Verfügung.

  KEY FEATURES
    kompletter CANopen-Slave gemäß CANopen-Version 4
    max. 512 Byte PDO und SDO Eingangs- und 512 Byte Ausgangsdaten
    CANopen-Baudraten: 10 kbit/s - 1.000 kbit/s einstellbar
    potenzialgetrennte CANopen-Schnittstelle
    DC/DC-Wandler und Optokoppler on Board
    serielle Schnittstelle zum Feldgerät: RS-232 , RS-422 oder RS-485
    Baudrate der seriellen Geräteschnittstelle: 1,2; 2,4; 4,8; 9,6; 19,2; 35,7; 38,4; 57,6 kbit/s
    volle Austauschbarkeit zu allen anderen Anybus-Communicator-Varianten
    PC-basiertes Konfigurationstool zur Anpassung an beliebige serielle Protokolle

  TECHNISCHE DATEN
Abmessungen:   120 mm x 75 mm x 27 mm (HxTxB)
Spannungsversorgung:   24 V max. 300 mA
Betriebstemperatur:   0 bis +55 °C
CANopen-Services:   Slave-Funktionen gemäß CANopen-Version 4
EDS-Datei:   steht im Download-Bereich zum kostenlosen Download bereit, kann anwendungsspezifisch geändert werden
HMS-Bestellnr. für den  
Communicator:  
AB7003 (Standardversion, inkl. Konfigurationsprogramm und PC-Verbindungskabel), kundenspezifische Ausführungen mit voreingestellter Konfiguration oder speziellen Software-Funktionen auf Anfrage

  Weitere Informationen
    CANopen-Produkte von HMS
    Was ist eigentlich Anybus?
    Zukauf oder Eigenentwicklung? - Grundsätzliche Überlegungen bei der Realisierung
      einer Busschnittstelle
    CANopen-Grundlagen