Anybus Communicator

Anybus logo ControlNet-Protokollkonverter

Der Communicator verbindet Feldgeräte über ihre  serielle Schnittstelle 
						mit ControlNet Der Anybus Communicator ist ein ControlNet-Protokollkonverter und verbindet Automatisierungsgeräte über ihre serielle Schnittstelle mit ControlNet-Netzwerken. Der Communicator übernimmt dabei die Aufgabe eines Protokollkonverters und Schnittstellenwandlers. Mit dem Konfigurationstool definieren Sie das Protokoll der seriellen Geräteschnittstelle und die gewünschte Umsetzung auf ControlNet.

Anwendungsbereich

Der Communicator eignet sich insbesondere zum Einsatz in Verbindung mit Feldgeräten, die (noch) keine integrierte ControlNet-Schnittstelle haben. Er ist für Schutzart IP20 und Hutschienenmontage mit 24-Volt-Spannungsversorgung ausgelegt.

ControlNet-Funktionen

Logo ControlNet Der Communicator unterstützt eine maximale ControlNet-Datenbreite von 450 Byte Input- und 450 Byte Output-Daten. Die Übertragungs­geschwindigkeit beträgt 5 Mbit/s. Der Communicator realisiert den vollständigen Funktionsumfang eines ControlNet-Adapters gemäß dem Communication-Adapterprofil 12. Der Communicator unterstützt implizit und explizit Messaging einschließlich unscheduled Messaging (UCMM). Die Stationsadresse wird über 2 Adressschalter an der Frontseite eingestellt. Sechs Diagnose-LEDs signalisieren den aktuellen ControlNet-Zustand sowie den Kommunikationsstatus der seriellen Geräteschnittstelle. Der Communicator wird mit einem redundaten BNC-Koaxialkabelanschluss sowie einer RJ45-Buchse als Network Access Port geliefert.

Serielle Schnittstelle zum Feldgerät

Die serielle Geräteschnittstelle ist als 9-polige D-Sub-Buchse an der Unterseite des Communicators ausgeführt. Sie kann mit dem Konfigurationstool auf folgende Signalpegel umgeschaltet werden: RS-232, RS-422 oder RS-485. Die Baudrate kann zwischen 1.200 und 57.600 bit/s gewählt werden. Im RS-232- oder RS-422-Mode wird eine 1:1-Verbindung zwischen dem Communicator und dem Feldgerät hergestellt. Im RS-485-Modus können bis zu 31 Feldgeräte seriell mit dem Communicator verbunden werden.

Konfiguration mit dem Anybus Configuration Manager

Mit dem Konfigurationstool legen Sie das Protokoll der seriellen Schnittstelle des Feldgerätes fest. Das Konfigurationstool läuft auf PCs unter allen gängigen Windows-Versionen. Die Verbindung vom PC zum Communicator erfolgt über ein Konfigurationskabel. Der Konfigurationsvorgang ist menügeführt. Je nach Komplexität und Aufbau des Protokolls kann zwischen dem vordefinierten Modbus-RTU-Betrieb oder dem Generic Data Mode gewählt werden. Für die Konfiguration sind keine Programmierkenntnisse erforderlich. Das Konfigurationstool steht im Download-Bereich der Anybus-Website zum kostenlosen Download bereit.
Der Modbus-RTU-Mode ist immer dann vorteilhaft, wenn eine Umsetzung von ControlNet auf Modbus oder von Modbus auf ControlNet realisiert werden soll. Dabei sollte sich das Feldgerät genau oder ähnlich wie ein Modbus-RTU-Slave und der Communicator sich genau oder ähnlich einem Modbus-RTU-Master verhalten. Eventuelle Abweichungen eines speziellen Protokolls vom Modbus-Standard können detailliert angegeben und der Communicator so an die Besonderheiten des Gerätes angepasst werden.
Im Generic Data Mode kann das Protokoll zwischen dem Feldgerät und dem Communicator frei definiert werden. Der Frame-Editor und vordefinierte Prozeduren wie gängige Prüfsummenberechnungen und Zeitüberwachungen erleichtern die Arbeit.

Vorteile

Der Communicator steht in funktionskompatiblen Varianten für viele Feldbusse zur Verfügung Der Einsatz des Communicators erspart dem Gerätehersteller die Entwicklung einer integrierten ControlNet-Schnittstelle. Für den Systemintegrator ermöglicht der Communicator die Integration älterer Feldgeräte in moderne Kommunikationsstrukturen. Besonders vorteilhaft ist, dass funktionskompatible Communicator-Varianten auch für andere Busse wie Profibus, DeviceNet, CanOpen und Industrial Ethernet zur Verfügung stehen. Eine einmal erstellte Konfiguration ist in der Regel ohne Änderungen auf andere Communicator-Varianten für andere Busse übertragbar.

Support

In-Design-Zentren in Karlsruhe, Chicago, Tokio und Halmstad unterstützen jederzeit bei der Erstellung einer Konfiguration oder stellen Beispielkonfigurationen für gängige Protokolle zur Verfügung. Auch bei der Erstellung der obligatorischen EDS-Datei und der Gerätezertifizierung unterstützt HMS seine Kunden tatkräftig. Kostenlose Entwicklerschulungen, die monatlich in Karlsruhe stattfinden, erleichtern den Einstieg in die Anybus-Technologie und geben wertvolle Tipps für den optimalen Produkteinsatz.

  KEY FEATURES
    kompletter ControlNet-Slave nach IEC 61158
    max. 450 Byte Eingangs- und 450 Byte Ausgangsdaten
    redundanter ControlNet-Koaxkabelanschluss mit einer Baudrate von 5 Mbit/s
    potenzialgetrennte ControlNet-Schnittstelle
    zusätzlicher RJ45-Anschluss als Network Access Port
    serielle Schnittstelle zum Feldgerät: RS-232, RS-422 oder RS-485
    Baudrate der seriellen Geräteschnittstelle: 1,2; 2,4; 4,8; 9,6; 19,2; 35,7; 38,4; 57,6 kbit/s
    volle Austauschbarkeit zu allen anderen Anybus-Communicator-Varianten
    PC-basiertes Konfigurationstool zur Anpassung an beliebige serielle Protokolle

  TECHNISCHE DATEN
Abmessungen:   120 mm x 75 mm x 27 mm (HxTxB)
Spannungsversorgung:   24 V max. 300 mA
Betriebstemperatur:   0 bis +55 °C
ControlNet-Services:   ControlNet-Slave (Adapter) gemäß Communication-Adapterprofil 12
EDS-Datei:   steht im Download-Bereich der Anybus-Website zum kostenlosen Download bereit
HMS-Bestellnr. für den  
Communicator:  
AB7006 (Standardversion, inkl. Konfigurationsprogramm und PC-Verbindungskabel), kundenspezifische Ausführungen mit voreingestellter Konfiguration oder speziellen Software-Funktionen auf Anfrage

  Weitere Informationen
    ControlNet-Produkte von HMS
    Was ist eigentlich Anybus?
    Zukauf oder Eigenentwicklung? - Grundsätzliche Überlegungen bei der Realisierung einer Busschnittstelle
    ControlNet-Grundlagen