Modbus-Plus-Protokollkonverter
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Der Anybus Communicator ist ein Modbus-Plus-Protokollkonverter und verbindet Automatisierungsgeräte über ihre serielle
Schnittstelle mit Modbus-Plus-Netzwerken. Der Communicator übernimmt dabei die Aufgabe eines Protokollkonverters und
Schnittstellenwandlers. Mit dem ABC-Config-Tool "erlernt" der Communicator das Protokoll der seriellen Geräteschnittstelle
und die gewünschte Umsetzung auf Modbus-Plus.
Anwendungsbereich
Der Communicator eignet sich insbesondere zum Einsatz in Verbindung mit Feldgeräten, die (noch) keine integrierte
Modbus-Plus-Schnittstelle haben. Er ist für Schutzart IP20 und Hutschienenmontage mit 24-Volt-Spannungsversorgung ausgelegt.
Modbus-Plus-Funktionen
Der Communicator unterstützt globale I/O-Daten und Lese/Schreib-Befehle des Modbus-Registers. Es können bis zu 32 Worte globale
Input- und 32 Worte globale Output-Daten übertragen werden. Zusätzlich stehen die Befehle "Read Holding Register", "Preset
Single Register" und "Preset Multiple Register" zur Übertragung azyklischer Daten zur Verfügung. Die Register-Lese/Schreib-Befehle können je Befehl bis zu 125 Datenworte übertragen. Die Modbus-Slave-Adresse und die Node-ID können über
den Adressschalter auf der Frontseite des Communicators eingestellt werden. Der Modbus-Plus-Anschluss erfolgt über eine 9-polige
D-Sub-Buchse. Sechs Diagnose- LEDs signalisieren den aktuellen Modbus-Plus-Zustand sowie den Kommunikationsstatus der seriellen
Geräteschnittstelle.
Serielle Schnittstelle zum Feldgerät
Die serielle Geräteschnittstelle ist als 9-polige D-Sub-Buchse an der Unterseite des Communicators ausgeführt. Sie kann mit
dem ABC-Config-Tool auf folgende Signalpegel umgeschaltet werden: RS-232, RS-422 oder RS-485. Die Baudrate kann zwischen 1.200 und 57.000 bit/s
gewählt werden. Das Protokoll dieser Schnittstelle "erlernt" der Communicator mit dem ABC-Config-Tool. Im RS-232- oder
RS-422-Mode wird eine 1:1-Verbindung zwischen dem Communicator und dem Feldgerät hergestellt. Im RS-485-Modus können bis zu
31 Feldgeräte seriell mit dem Communicator verbunden werden.
Konfiguration mit dem ABC-Config-Tool
Mit dem Konfigurationstool "erlernt" der Communicator das Protokoll der seriellen Schnittstelle des Feldgerätes. Das
Konfigurationstool läuft auf PCs unter allen gängigen Windows-Versionen. Die Verbindung vom PC zum Communicator erfolgt
über ein Konfigurationskabel. Der Konfigurationsvorgang ist menügeführt. Um Komplexität und Aufbau des
Protokolls gerechtzuwerden, stehen wahlsweise der vordefinierte Modbus-RTU-Betrieb oder der Generic Data Mode zur Verfügung. Für die Konfiguration sind keine
Programmierkenntnisse erforderlich. Das ABC-Config-Tool steht im Download-Bereich der Anybus-Website zum kostenlosen Download bereit.
Der Modbus-RTU-Mode ist immer dann vorteilhaft, wenn eine Umsetzung von Modbus-Plus auf Modbus-RTU oder Modbus-RTU nach Modbus-Plus
realisiert werden soll. Dabei sollte sich das Feldgerät genau oder ähnlich wie ein Modbus-RTU-Slave und der Communicator
sich genau oder ähnlich einem Modbus-RTU-Master verhalten. Eventuelle Abweichungen des speziellen Protokolls vom
Modbus-Standard können detailliert angegeben werden, um den Communicator an die Besonderheiten des Gerätes anzupassen.
Im Generic Data Mode kann das Protokoll zwischen dem Feldgerät und dem Communicator frei definiert werden.
Der Frame-Editor und vordefinierte Prozeduren wie gängige Prüfsummenberechnungen und Zeitüberwachungen erleichtern
die Arbeit zusätzlich.
Vorteile
Der Einsatz des Communicators erspart dem Gerätehersteller die Entwicklung einer integrierten Modbus-Plus-Schnittstelle. Für den
Systemintegrator ermöglicht der Communicator die Integration älterer Feldgeräte in moderne Kommunikationsstrukturen. Besonders
vorteilhaft ist, dass funktionskompatible Communicator-Varianten auch für viele andere industrielle Netzwerke zur Verfügung stehen.
Eine einmal erstellte Konfiguration ist in der Regel ohne Änderungen auf andere Communicator-Varianten für andere Busse übertragbar.
Support
In-Design-Zentren in Karlsruhe, Chicago, Tokio und Halmstad unterstützen jederzeit bei der
Erstellung der Konfiguration oder stellen Beispielkonfigurationen für gängige Protokolle zur Verfügung.
| KEY
FEATURES |
kompletter Modbus-Plus-Slave |
max. 32 Worte globale Eingangs- und 32 Worte globale Ausgangsdaten |
Modbus-Plus-Baudrate: 1.000 kbit/s |
potenzialgetrennte Modbus-Plus-Schnittstelle |
DC/DC-Wandler und Optokoppler integriert |
serielle Schnittstelle zum Feldgerät: RS-232, RS-422 oder RS-485 |
Baudrate der seriellen Geräteschnittstelle: 1.200 bis 57.600 bit/s einstellbar |
volle Austauschbarkeit zu allen anderen Anybus-Communicator-Varianten |
PC-basiertes Konfigurationstool zur Anpassung an beliebige serielle Protokolle |