Profibus-Protokollkonverter
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Der Anybus Communicator ist ein Profibus-Protokollkonverter. Er verbindet Automatisierungsgeräte über ihre serielle
Schnittstelle mit Profibus-DP-Netzwerken. Der Communicator übernimmt dabei die Aufgabe eines Protokollkonverters und
Schnittstellenwandlers. Mit dem ABC-Config-Tool "erlernt" der Communicator das Protokoll der seriellen Geräteschnittstelle und die gewünschte Umsetzung auf den Profibus.
Anwendungsbereich
Der Communicator eignet sich insbesondere zum Einsatz in Verbindung mit Feldgeräten, die (noch) keine Profibus-Schnittstelle
haben. Er ist für Schutzart IP20 und Hutschienenmontage mit 24-Volt-Spannungsversorgung ausgelegt.
Profibus-Funktionen
Der Communicator unterstützt eine maximale Profibus-Datenbreite von 240 Byte Input- und 240 Byte Output-Daten sowie alle
Baudraten von 9,6 kbit/s bis 12 Mbit/s. Er realisiert den vollständigen Funktionsumfang eines Profibus-DP-Slaves. Die
Profibus-Stationsadresse kann über Drehschalter auf der Vorderseite des Communicators gewählt werden. Der Profibus-Anschluss
erfolgt über eine 9-polige D-Sub-Buchse. Sechs Diagnose-LEDs signalisieren den aktuellen Profibus-Zustand sowie den
Kommunikationsstatus der seriellen Geräteschnittstelle.
Serielle Schnittstelle zum Feldgerät
Die serielle Geräteschnittstelle ist als 9-polige D-Sub-Buchse an der Unterseite des Communicators ausgeführt.
Sie kann mit dem ABC-Config-Tool auf folgende Signalpegel umgeschaltet werden: RS-232, RS-422 oder RS-485. Die Baudrate kann zwischen 1.200 und
57.000 bit/s gewählt werden. Das Protokoll dieser Schnittstelle "erlernt" der Communicator mit dem ABC-Config-Tool. Im
RS-232- oder RS-422-Mode wird eine 1:1-Verbindung zwischen dem Communicator und dem Feldgerät hergestellt. Im RS-485-Modus können
bis zu 31 Feldgeräte seriell mit dem Communicator verbunden werden.
Konfiguration mit dem ABC-Config-Tool
Mit dem Konfigurationstool "erlernt" der Communicator das Protokoll der seriellen Schnittstelle des Feldgerätes.
Das Konfigurationstool läuft auf PCs unter allen gängigen Windows-Versionen. Die Verbindung vom PC zum Communicator
erfolgt über ein Konfigurationskabel. Der Konfigurationsvorgang ist menügeführt. Um Komplexität und Aufbau
des Protokolls gerechtzuwerden, kann zwischen dem vordefinierten Modbus-RTU-Betrieb oder dem Generic Data Mode gewählt werden. Für die Konfiguration sind
keine Programmierkenntnisse erforderlich. Das ABC-Config-Tool steht im Download-Bereich der Website zum kostenlosen Download bereit.
Der Modbus-RTU-Mode ist immer dann vorteilhaft, wenn eine Umsetzung von Profibus auf Modbus oder von Modbus auf Profibus realisiert werden soll.
Dabei sollte sich das Feldgerät genau oder ähnlich wie ein Modbus-RTU-Slave und der Communicator sich genau oder ähnlich
einem Modbus-RTU-Master verhalten. Eventuelle Abweichungen eines speziellen Protokolls vom Modbus-Standard können detailliert
angegeben werden, um so den Communicator an die Besonderheiten des Gerätes anzupassen.
Im Generic Data Mode kann das Protokoll zwischen dem Feldgerät und dem Communicator frei definiert werden. Der Frame-Editor
und vordefinierte Prozeduren wie gängige Prüfsummenberechnungen und Zeitüberwachungen erleichtern die Arbeit.
Vorteile
Der Einsatz des Communicators erspart dem Gerätehersteller die Entwicklung einer integrierten Profibus-Schnittstelle. Für den
Systemintegrator ermöglicht der Communicator die Integration älterer Feldgeräte in moderne Kommunikationsstrukturen. Besonders
vorteilhaft ist, dass funktionskompatible Communicator-Varianten auch für viele andere industrielle Netzwerke zur Verfügung stehen.
Eine einmal erstellte Konfiguration ist in der Regel ohne Änderungen auf andere Communicator-Varianten für andere Busse übertragbar.
Support
In-Design-Zentren in Karlsruhe, Chicago, Tokio und Halmstad helfen jederzeit bei der Erstellung der
Konfiguration oder stellen Beispielkonfigurationen für gängige Protokolle zur Verfügung.
| KEY
FEATURES |
kompletter Profibus-DP-Slave nach IEC 61158 |
max. 240 Byte Eingangs- und 240 Byte Ausgangsdaten |
automatische Profibus-Baudratenerkennung (9.600 bit/s - 12 Mbit/s) |
potenzialgetrennte Profibus-RS-485-Schnittstelle |
DC/DC-Wandler und Optokoppler on Board |
serielle Schnittstelle zum Feldgerät: RS-232, RS-422 oder RS-485 |
Baudrate der seriellen Geräteschnittstelle: 1.200 bis 57.600 bit/s einstellbar |
volle Austauschbarkeit zu allen anderen Anybus-Communicator-Varianten |
PC-basiertes Konfigurationstool zur Anpassung an beliebige serielle Protokolle |
| TECHNISCHE DATEN |
| Abmessungen: |
120 mm x 75 mm x 27 mm (HxTxB) |
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| Spannungsversorgung: |
24 V max. 300 mA |
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| Betriebstemperatur: |
-5 bis +55 °C |
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| Profibus-Services: |
alle vorgeschriebenen Profibus-DP-Slave-Funktionen |
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HMS-Bestellnr. für den Communicator: |
AB7000 (Standardversion, inkl. Konfigurationsprogramm und PC-Verbindungskabel), kundenspezifische Ausführungen mit voreingestellter Konfiguration oder speziellen Software-Funktionen auf Anfrage |