Anybus Communicator

Anybus logo Profibus-Protokollkonverter

Der Profibus Communicator verbindet Feldgeräte über ihre serielle Schnittstelle mit Profibus. Der Anybus Communicator ist ein Profibus-Protokollkonverter. Er verbindet Automatisierungsgeräte über ihre serielle Schnittstelle mit Profibus-DP-Netzwerken. Der Communicator übernimmt dabei die Aufgabe eines Protokollkonverters und Schnittstellenwandlers. Mit dem Konfigurationstool definieren Sie das Protokoll der seriellen Geräteschnittstelle und die gewünschte Umsetzung auf den Profibus.

Anwendungsbereich

Der Communicator eignet sich insbesondere zum Einsatz in Verbindung mit Feldgeräten, die (noch) keine Profibus-Schnittstelle haben. Er ist für Schutzart IP20 und Hutschienenmontage mit 24-Volt-Spannungsversorgung ausgelegt.

Profibus-Funktionen

Profibus Logo Der Communicator unterstützt eine maximale Profibus-Datenbreite von 244 Byte Input- und 244 Byte Output-Daten sowie alle Baudraten von 9,6 kbit/s bis 12 Mbit/s. Er realisiert den vollständigen Funktionsumfang eines Profibus-DP-Slaves. Die Profibus-Stationsadresse kann über Drehschalter auf der Vorderseite des Communicators gewählt werden. Der Profibus-Anschluss erfolgt über eine 9-polige D-Sub-Buchse. Sechs Diagnose-LEDs signalisieren den aktuellen Profibus-Zustand sowie den Kommunikationsstatus der seriellen Geräteschnittstelle.

Serielle Schnittstelle zum Feldgerät

Die serielle Geräteschnittstelle ist als 9-polige D-Sub-Buchse an der Unterseite des Communicators ausgeführt. Sie kann mit dem Konfigurationstool auf folgende Signalpegel umgeschaltet werden: RS-232, RS-422 oder RS-485. Die Baudrate kann zwischen 1.200 und 57.600 bit/s gewählt werden. Im RS-232- oder RS-422-Mode wird eine 1:1-Verbindung zwischen dem Communicator und dem Feldgerät hergestellt. Im RS-485-Modus können bis zu 31 Feldgeräte seriell mit dem Communicator verbunden werden.

Konfiguration mit dem Anybus Configuration Manager

Mit dem Konfigurationstool legen Sie das Protokoll der seriellen Schnittstelle des Feldgerätes. Das Konfigurationstool läuft auf PCs unter allen gängigen Windows-Versionen. Die Verbindung vom PC zum Communicator erfolgt über ein Konfigurationskabel. Der Konfigurationsvorgang ist menügeführt. Um Komplexität und Aufbau des Protokolls gerechtzuwerden, kann zwischen dem vordefinierten Modbus-RTU-Betrieb oder dem Generic Data Mode gewählt werden. Für die Konfiguration sind keine Programmierkenntnisse erforderlich. Das Konfigurationstool steht im Download-Bereich der Website zum kostenlosen Download bereit. Der Modbus-RTU-Mode ist immer dann vorteilhaft, wenn eine Umsetzung von Profibus auf Modbus oder von Modbus auf Profibus realisiert werden soll. Dabei sollte sich das Feldgerät genau oder ähnlich wie ein Modbus-RTU-Slave und der Communicator sich genau oder ähnlich einem Modbus-RTU-Master verhalten. Eventuelle Abweichungen eines speziellen Protokolls vom Modbus-Standard können detailliert angegeben werden, um so den Communicator an die Besonderheiten des Gerätes anzupassen.
Im Generic Data Mode kann das Protokoll zwischen dem Feldgerät und dem Communicator frei definiert werden. Der Frame-Editor und vordefinierte Prozeduren wie gängige Prüfsummenberechnungen und Zeitüberwachungen erleichtern die Arbeit.

Vorteile

Der Communicator steht in funktionskompatiblen Varianten für viele Feldbusse zur
						 Verfügung Der Einsatz des Communicators erspart dem Gerätehersteller die Entwicklung einer integrierten Profibus-Schnittstelle. Für den Systemintegrator ermöglicht der Communicator die Integration älterer Feldgeräte in moderne Kommunikationsstrukturen. Besonders vorteilhaft ist, dass funktionskompatible Communicator-Varianten auch für viele andere industrielle Netzwerke zur Verfügung stehen. Eine einmal erstellte Konfiguration ist in der Regel ohne Änderungen auf andere Communicator-Varianten für andere Busse übertragbar.

Support

In-Design-Zentren in Karlsruhe, Chicago, Tokio und Halmstad helfen jederzeit bei der Erstellung der Konfiguration oder stellen Beispielkonfigurationen für gängige Protokolle zur Verfügung.

  KEY FEATURES
    kompletter Profibus-DP-Slave nach IEC 61158
    max. 244 Byte Eingangs- und 244 Byte Ausgangsdaten,
      Summe der Eingangs- und Ausgangsdatenlänge max. 416 Bytes)
    automatische Profibus-Baudratenerkennung (9.600 bit/s - 12 Mbit/s)
    potenzialgetrennte Profibus-RS-485-Schnittstelle
    DC/DC-Wandler und Optokoppler on Board
    serielle Schnittstelle zum Feldgerät: RS-232, RS-422 oder RS-485
    Baudrate der seriellen Geräteschnittstelle: 1,2; 2,4; 4,8; 9,6; 19,2; 35,7; 38,4; 57,6 kbit/s
    volle Austauschbarkeit zu allen anderen Anybus-Communicator-Varianten
    PC-basiertes Konfigurationstool zur Anpassung an beliebige serielle Protokolle

  TECHNISCHE DATEN
Abmessungen:   120 mm x 75 mm x 27 mm (HxTxB)
Spannungsversorgung:   24 V max. 300 mA
Betriebstemperatur:   0 bis +55 °C
Profibus-Services:   alle vorgeschriebenen Profibus-DP-Slave-Funktionen
HMS-Bestellnr. für den  
Communicator:  
AB7000 (Standardversion, inkl. Konfigurationsprogramm und PC-Verbindungskabel), kundenspezifische Ausführungen mit voreingestellter Konfiguration oder speziellen Software-Funktionen auf Anfrage

  Weitere Informationen
    Profibus-Produkte von HMS
    Was ist eigentlich Anybus?
    Zukauf oder Eigenentwicklung? - Grundsätzliche Überlegungen bei der Realisierung einer Busschnittstelle
    Profibus-Grundlagen