DeviceNet B30 Brick

Das CompactCom B30 für DeviceNet ist ein vollständiger DeviceNet-Adapter (Slave). Es enthält alle analogen und digitalen Komponenten einer leistungsfähigen DeviceNet-Anschaltung. Das B30-Brick ist zertifiziert und auf Interoperabilität mit allen führenden DeviceNet-Scannern getestet. Der On-Board-Mikroprozessor wickelt den gesamten DeviceNet-Busverkehr automatisch ab und entlastet so den Hauptprozessor des Automatisierungsgerätes vollständig von der DeviceNet-Protokollbearbeitung. Die geräteseitige Software-Schnittstelle des B30-Brick ist standardisiert und funktional identisch mit allen anderen aktiven Ausführungen (Chip, Brick, Modul) der CompactCom 30er-Serie. Dadurch ist die Austauschbarkeit des DeviceNet-Bricks mit anderen aktiven B30-Bricks ohne Änderungen der Geräteschnittstelle sichergestellt.

Anwendungsbereich

Das B30-Brick ist für den Einsatz in intelligenten Automatisierungsgeräten wie Antrieben, Bedienterminals, Industriewaagen und Steuerungen optimiert. Es kommt typischerweise dort zum Einsatz, wo es auf die Übertragung mittlerer Datenmengen bei gutem Datendurchsatz ankommt. Das steckbare Brick kann an jeder Stelle der Lieferkette zwischen Gerätehersteller und Endkunden in den Anybus-CC-Steckplatz eines Automatisierungsgerätes eingeschoben werden.

DeviceNet-Funktionen

DeviceNet-LogoDas DeviceNet-Brick unterstützt eine Datenbreite von max. 256 Byte Input- und 256 Byte Output-Daten sowie alle Baudraten von 125 - 500 kbit/s. Das Brick realisiert den vollständigen Funktionsumfang eines DeviceNet-Adapters für implicit und explicit Messaging und unterstützt UCMM. Die DeviceNet-Schnittstelle ist vollständig galvanisch isoliert. Unterstützt werden "Polled I/O", "Bitstrobed I/O", "Change of State" und "Cyclic I/O". Neben den standardmäßigen DeviceNet-Objekten "Identity", "Message Router", "DeviceNet", "Assembly", "Connection" und "Acknowledge Handler" sind die herstellerspezifischen Objekte "I/O Data Input", "I/O Data Output", "Diagnostic" sowie "Parameter Input" und "Parameter Output" vordefiniert. Weitere herstellerspezifische Objekte können anwendungsspezifisch hinzugefügt werden.

Geräteseitge Schnittstelle

Die Kopplung des B30-Brick mit der Elektronik des Automatisierungsgerätes erfolgt entweder über ein Dual-Port-RAM (parallel) oder über eine schnelle serielle Schnittstelle (seriell). Bei paralleler Kopplung erfolgt der Datentransfer zwischen dem Mikroprozessor des Automatisierungsgerätes und dem CompactCom-Brick über einen 8 Bit breiten Datenbus. Alternativ kann die serielle Kopplung benutzt werden. In diesem Fall werden nur das TX- und das RX-Signal benötigt. Die serielle Schnittstelle verwendet ein schnelles asychrones Protokoll mit Baudraten von 19,2 bis 625 kbit/s. Zur Versorgung des B30-Bricks werden 3,3 Volt benötigt. Die Potenzialtrennung ist im B30-Brick integriert.

Die Software-Schnittstelle arbeitet objektorientiert. Das B30- Brick kann im Interrupt- oder im Polling-Verfahren betrieben werden. Zwischen dem B30-Brick und dem Geräteprozessor werden reine Nettodaten ausgetauscht, die gesamte DeviceNet-Protokollbearbeitung übernimmt der On-Board-Mikroprozessor.

Ihre Wahl der Anschlüsse

Beim CompactCom-Brick können Sie die von Ihnen gewünschten Anschlüsse auf der Netzwerkseite (DSUB, RJ45, M12, usw.) verwenden. Unter Berücksichtigung der physikalischen Netzwerkspezifikationen werden Ihre Anschlüsse mithilfe eines Verbindungskabels an das CompactCom-Brick angeschlossen und können nach Ihren Wünschen am Automatisierungsgerät platziert werden.

Vorteile

Im Vergleich zur Eigenentwicklung einer DeviceNet-Schnittstelle werden durch den Einsatz eines Anybus CompactCom B30 bis zu 70% Entwicklungskosten und wertvolle Time-to-Market eingespart. Die typische In-Design Zeit liegt bei ca. 2-3 Wochen. Besonders vorteilhaft ist, dass nach einem einmaligen Entwicklungsprojekt auch alle anderen aktiven B30-Bricks eingesetzt werden können und damit Anschlussmöglichkeiten an alle wichtigen Feldbusse und Industrial-Ethernet-Varianten geschaffen werden.

Zertifikate

Das Brick ist durch die "Open DeviceNet Vendor Asscociation" (ODVA) auf Kompatibilität zum DeviceNet-Standard zertifiziert. Zur Dokumentation der Industrietauglichkeit liegen CE- und UL-Zertifikate vor. Die volle Interoperabilität mit Automatisierungsgeräten führender SPS/PC-Hersteller u.a. Rockwell und Omron wurde erfolgreich unter Beweis gestellt.

Support

Unsere In-Design Zentren in Karlsruhe, Chicago, Tokio und Halmstad unterstützen jederzeit bei der Entwicklung und stellen u.a. Beispieltreiber im C-Quellcode, Schaltungsvorschläge und Evaluation Boards zur Verfügung. Auch bei der Erstellung der obligatorischen EDS-Datei und der Gerätezertifizierung hilft HMS. Entwicklerschulungen erleichtern den Einstieg in die Anybus-Technologie und geben wertvolle Tipps für ein optimales Hardware- und Software-Design.

  KEY FEATURES
    Brick mit paralleler und serieller geräteseitiger Schnittstelle
    DeviceNet-Funktion: Adapter (Slave)
    max. 256 Byte E/A-Daten in jeder Richtung
    automatische DeviceNet-Baudratenerkennung (125 - 500 kBit/s)
    implicit und explicit Messaging sowie Unterstützung für UCMM
    integrierte Potenzialtrennung
    DeviceNet-Anschluss über 5-polige Schraubklemme
    generische EDS-Datei wird von HMS bereitgestellt
    Wählen Sie Ihren eigenen Netzwerk-Anschluss

  TECHNISCHE DATEN
Größe:   50,5 mm x 33,6 mm x mm
Stromversorgung:   3,3 Volt
Betriebstemperatur:   -40 bis +85 °C
Baudrate:   125, 250, 500 kBit/s
I/O Input:   Max. 256 Byte
I/O Output:   Max. 256 Byte
Appl Interface:   Parallel und seriell
UL file::   E214107
Bestellnummer:   AB6381