Anybus-CompactCom-Familie

Anybus logo CANopen-Kommunikationsmodul

CompactCom-CANopen-ModulDas Anybus-CC-Modul für CANopen ist ein vollständiger CANopen-Slave. Es enthält alle analogen und digitalen Komponenten einer leistungsfähigen CANopen-Anschaltung. Das Modul ist zertifiziert und auf Interoperabilität mit allen führenden CANopen-Mastern getestet. Der On-Board-Mikroprozessor wickelt den gesamten CANopen-Busverkehr automatisch ab und entlastet so den Hauptprozessor des Automatisierungsgerätes vollständig von der CANopen-Protokollbearbeitung. Die geräteseitige Hard- und Software-Schnittstelle des Moduls ist standardisiert und funktional identisch mit allen anderen aktiven Anybus-CC-Modulen. Dadurch ist die Austauschbarkeit des CANopen-Moduls mit anderen aktiven Anybus-CC-Modulen ohne Änderungen der Geräteschnittstelle sichergestellt.

Anwendungsbereich

Das Kommunikationsmodul ist für den Einsatz in intelligenten Automatisierungsgeräten wie Antrieben, Bedienterminals, Industriewaagen und Steuerungen optimiert. Es kommt typischerweise dort zum Einsatz, wo es auf die Übertragung großer Datenmengen bei hohem Datendurchsatz ankommt. Das steckbare Busmodul kann an jeder Stelle der Lieferkette zwischen Gerätehersteller und Endkunden in den Anybus-CC-Steckplatz eines Automatisierungsgerätes eingeschoben werden.

CANopen-Funktionen

CANopen-LogoDas CANopen-Modul unterstützt max. 32 TPDO und max. 32 RPDO entsprechend einer Datenbreite von max. 256 Byte Input- und 256 Byte Output-Daten sowie zusätzliche SDO-Objekte für azyklische Parameterdaten. Die Erkennung der CANopen-Übertragungsgeschwindigkeit erfolgt automatisch im Bereich von 10 - 1000 kbit/s. Das Modul realisiert den vollständigen Funktionsumfang eines CANopen-Slaves. Zwei Diagnose-LEDs signalisieren den aktuellen CANopen-Zustand und eventuelle Fehlermeldungen.

Geräteseitige Schnittstelle

Die Kopplung des Kommunikationsmoduls mit der Elektronik des Automatisierungsgerätes erfolgt entweder über ein Dual-Port-RAM (parallel) oder über eine schnelle serielle Schnittstelle (seriell). Bei paralleler Kopplung erfolgt der Datentransfer zwischen dem Mikroprozessor des Automatisierungsgerätes und dem Anybus-CC-Modul über einen 8 Bit breiten Datenbus. Alternativ kann die serielle Kopplung benutzt werden. In diesem Fall werden nur das TX- und das RX-Signal benötigt. Die serielle Schnittstelle verwendet ein schnelles asychrones Protokoll mit Baudraten von 19,2 bis 625 kbit/s. Zur Versorgung des Moduls werden 3,3 Volt benötigt. Die Potenzialtrennung ist im Modul integriert.

Die Software-Schnittstelle arbeitet objektorientiert. Das Modul kann im Interrupt- oder im Polling-Verfahren betrieben werden. Zwischen dem Modul und dem Geräteprozessor werden reine Nettodaten ausgetauscht, die gesamte CANopen-Protokollbearbeitung übernimmt der On-Board-Mikroprozessor.

Vorteile

Im Vergleich zur Eigenentwicklung einer CANopen-Schnittstelle werden durch den Einsatz eines Anybus-CC-Kommunikationsmoduls bis zu 70% Entwicklungskosten und wertvolle Time-to-Market eingespart. Die typische In-Design-Zeit liegt bei ca. 2-3 Wochen. Besonders vorteilhaft ist, dass nach einem einmaligen Entwicklungsprojekt auch alle anderen aktiven Anybus-CC-Module eingesetzt werden können und damit Anschlussmöglichkeiten an alle wichtigen Feldbusse und Industrial Ethernet Varianten geschaffen werden.

Zertifikate

Das Modul ist durch "CAN in Automation" (CIA) auf Kompatibilität zum CANopen-Standard zertifiziert. Zur Dokumentation der Industrietauglichkeit liegen CE- und UL-Zertifikate vor. Die volle Interoperabilität mit Automatisierungsgeräten führender SPS/PC-Hersteller wurde erfolgreich unter Beweis gestellt.

Support

Unsere In-Design Zentren in Karlsruhe, Chicago, Tokio und Halmstad unterstützen jederzeit bei der Entwicklung und stellen u.a. Beispieltreiber im C-Quellcode, Schaltungsvorschläge und Evaluation Boards zur Verfügung. Auch bei der Erstellung der obligatorischen EDS-Datei und der Gerätezertifizierung ist HMS behilflich. Unsere Entwicklerschulungen erleichtern den Einstieg in die Anybus-Technologie und geben wertvolle Tipps für ein optimales Hardware- und Software-Design.

  KEY FEATURES
    aktives Anybus-CC-Modul mit paralleler und serieller geräteseitiger Schnittstelle
    CANopen-Funktion: Slave
    max. 256 Byte E/A-Daten in jeder Richtung
    automatische CANopen-Baudratenerkennung (10 - 1000 kBit/s)
    max. 32 RPDOs und 32 TPDOs und zusätzliche SDOs
    integrierte Potenzialtrennung
    CANopen-Anschluss über 9-poligen D-Sub-Stecker
    generische EDS-Datei wird von HMS bereitgestellt
    Anschluss an die Geräteelektronik über Compcat-Flash-Standardsteckverbinder  
    volle Austauschbarkeit mit allen anderen aktiven Anybus-CC-Modulen

  TECHNISCHE DATEN
Abmessungen:   52 x 50 x 22 mm (L x B x H)
Spannungsversorgung:   3,3 Volt
Betriebstemperatur:   -40 bis +70 °C (Module mit Gehäuse)
-40 bis +85 °C (Module ohne Gehäuse)
CANopen-Funktionen:   zyklische und azyklische Datenübertragung mit TPDOs, RPDOs und SDOs
UL Nr.:   E214107
Bestellnummer:   AB6218 (Module mit Gehäuse)
AB6318 (Module ohne Gehäuse)

  Weitere Informationen
    CANopen-Produkte von HMS
    Was ist eigentlich Anybus?
    Zukauf oder Eigenentwicklung? - Grundsätzliche Überlegungen bei der Realisierung einer Busschnittstelle
    CANopen-Grundlagen