CompoNet-Kommunikationsmodul
|
Das Anybus-CompactCom-Modul für CompoNet ist ein vollwertiger CompoNet-Slave. Der integrierte Mikroprozessor wickelt das gesamte Kommunikationsprotokoll selbständig ab und entlastet so den Hauptprozessor des Automatisierungsgerätes.
Anwendungsbereich
Das Kommunikationsmodul ist für den Einsatz in intelligenten Automatisierungsgeräten wie Antrieben, Bedienterminals, Industriewaagen und Steuerungen optimiert und ermöglicht die einfache Einbindung der Geräte als Slave (Adapter) in CompoNet-Netzwerke. Das steckbare Busmodul kann an jeder Stelle der Lieferkette zwischen Gerätehersteller und Endkunden in den Anybus-CompactCom-Steckplatz eines Automatisierungsgerätes eingeschoben werden.
CompoNet-Funktionen
Der Netzwerkzugriff auf Geräteparameter und Prozessdaten erfolgt über CIP-Objekte. Netzwerkrelevante Zustände/Events des Automatisierungsgeräts können mit dem Diagnose-Objekt an das Netzwerk weitergeleitet werden.
Es wird das CIP-Parameter-Objekt unterstützt, so dass Geräte auf höherer Ebene und Konfigurationstools auf Namen, Typ und Wertebereich der Geräteparameter zugreifen können. Der modulare Ansatz der Anybus-CC-Plattform ermöglicht eine kundenspezifische Anpassung der CompoNet-Implementierung. So kann die Protokollimplementierung optimal an die spezifischen Anforderungn der jeweiligen Anwendung angepasst werden.
Im Modul nicht implementierte CIP-Nachrichten können an das Automatisierungsgerät durchgereicht werden. Dies ermöglicht die Unterstützung weiterer Funktionen wie z.B. Profile. Auch das Identity-Objekt ist änderbar, so dass das Anybus-Modul auf Wunsch als herstellerspezifische Implementierung (Vendor ID) erscheint.
Geräteseitige Schnittstelle
Die Kopplung des Kommunikationsmoduls mit der Elektronik des Automatisierungsgerätes erfolgt entweder über ein Dual-Port-RAM (parallel) oder über eine schnelle serielle Schnittstelle (seriell). Bei paralleler Kopplung erfolgt der Datentransfer zwischen dem Mikroprozessor des Automatisierungsgerätes und dem Anybus-CompactCom-Modul über einen 8 Bit breiten Datenbus. Alternativ kann die serielle Kopplung benutzt werden. In diesem Fall werden nur das TX- und das RX-Signal benötigt. Die serielle Schnittstelle verwendet ein schnelles asychrones Protokoll mit Baudraten von 19,2 bis 625 kbit/s. Zur Versorgung des Moduls werden 3,3 Volt benötigt. Die Potenzialtrennung sowie die Versorgung für den CompoNet-Busabschluss ist im Modul integriert.
Die Software-Schnittstelle verwendet einen objektorientierten Adressierungsmechanismus. Das Modul kann im Interrupt- oder im Polling-Verfahren betrieben werden. Zwischen dem Modul und dem Geräteprozessor werden reine Nettodaten ausgetauscht.
Vorteile
Im Vergleich zur Eigenentwicklung einer CompoNet-Schnittstelle werden durch den Einsatz eines Anybus-CompactCom-Kommunikationsmoduls bis zu 70% Entwicklungskosten und wertvolle Time-to-Market eingespart. Die typische In-Design-Zeit liegt bei ca. 2-3 Wochen. Besonders vorteilhaft ist, dass nach einem einmaligen Entwicklungsprojekt auch alle anderen Anybus-CompactCom-Module eingesetzt werden können und damit Anschlussmöglichkeiten an alle wichtigen Feldbusse und Industrial-Ethernet-Varianten geschaffen werden.
Support
In-Design-Zentren in Karlsruhe, Chicago, Tokio und Halmstad unterstützen jederzeit bei der Entwicklung und stellen u.a. Beispieltreiber im C-Quellcode, Schaltungsvorschläge und Evaluation Boards zur Verfügung. Entwicklerschulungen erleichtern den Einstieg in die Anybus-Technologie und geben wertvolle Tipps für ein optimales Hardware und Software Design.
| KEY
FEATURES |
jeweils max. 32 Byte zyklische E/A-Signale |
parallele (Dual-Port-RAM) und serielle Schnittstelle zum Automatisierungsgerät |
potenzialgetrennte Netzwerkschnittstelle |
automatische Baudratenerkennung |
unterstützt CIP-Paramterobjekt |
unterstützt Explicit Messaging |
kann als Wort- oder Bit-Gerät arbeiten |
erweiterte Funktionalität durch Durchreichen der CIP-Nachrichten möglich |
"Identity"-Objekt änderbar |
Flachbandkabel (IDC) ermöglicht flexible Topologien |
| TECHNISCHE DATEN |
| Abmessungen: |
52 x 50 x 22 mm (L x B x H) |
 |
| Spannungsversorgung: |
3,3 Volt |
 |
| Betriebstemperatur: |
-40 bis +70 °C (Module mit Gehäuse)
-40 bis +85 °C (Module ohne Gehäuse) |
 |
| Bestellnummer |
AB6219 (Module mit Gehäuse), AB6319 (ohne Gehäuse) |