Anybus-CompactCom-Familie

Anybus logo Profibus-Kommunikationsmodul

CompactCom für ProfibusDas Anybus-CC-Modul für Profibus ist ein vollständiger Profibus-DPV1-Slave. Es enthält alle analogen und digitalen Komponenten einer leistungsfähigen Profibus-Anschaltung. Das Modul ist zertifiziert und auf Interoperabilität mit allen führenden Profibus-Masterbaugruppen getestet. Der On-Board-Mikroprozessor wickelt den gesamten Profibus-Busverkehr automatisch ab und entlastet so den Hauptprozessor des Automatisierungsgerätes vollständig von der Profibus-Protokollbearbeitung. Die geräteseitige Hard- und Software-Schnittstelle des Moduls ist standardisiert und funktional identisch mit allen anderen aktiven Anybus-CC-Modulen. Dadurch ist die Austauschbarkeit des Profibus-Moduls mit anderen aktiven Anybus-CC-Modulen ohne Änderungen der Geräteschnittstelle sichergestellt.

Anwendungsbereich

Das Kommunikationsmodul ist für den Einsatz in intelligenten Automatisierungsgeräten wie Antrieben, Bedienterminals, Industriewaagen und Steuerungen optimiert. Es kommt typischerweise dort zum Einsatz, wo es auf die Übertragung großer Datenmengen bei hohem Datendurchsatz ankommt. Das steckbare Busmodul kann an jeder Stelle der Lieferkette zwischen Gerätehersteller und Endkunden in den Anybus-CC Steckplatz eines Automatisierungsgerätes eingeschoben werden.

Profibus-Funktionen

Profibus-LogoDas Modul unterstützt eine maximale Profibus-Datenbreite von 244 Byte für zyklische E/A-Daten und zusätzlich azyklische Daten und Diagnosemeldungen. Die Erkennung der Profibus-Übertragungsgeschwindigkeit erfolgt automatisch im Bereich von 9,6 kbit/s bis 12 Mbit/s. Zwei Diagnose-LEDs signalisieren den aktuellen Buszustand und eventuelle Fehlermeldungen. Der Busanschluss erfolgt über die obligatorische 9-polige D-Sub-Buchse. Das Modul realisiert den vollständigen Funktionsumfang eines Profibus-DPV1-Slaves und unterstützt den Zugriff von "Klasse 1"- und "Klasse 2"-Mastern. Alle zyklischen Profibus-DP- und azyklischen Profibus-DPV1-Kommunikationsfunktionen, die gemäß den Festlegungen aktueller Profibus-Profile vorgeschrieben sind, stehen zur Verfügung.

Geräteseitge Schnittstelle

Die Kopplung des Kommunikationsmoduls mit der Elektronik des Automatisierungsgerätes erfolgt entweder über ein Dual-Port-RAM (parallel) oder über eine schnelle serielle Schnittstelle (seriell). Bei paralleler Kopplung erfolgt der Datentransfer zwischen dem Mikroprozessor des Automatisierungsgerätes und dem Anybus-CC-Modul über einen 8 Bit breiten Datenbus. Alternativ kann die serielle Kopplung benutzt werden. In diesem Fall werden nur das TX- und das RX-Signal benötigt. Die serielle Schnittstelle verwendet ein schnelles asychrones Protokoll mit Baudraten von 19,2 bis 625 kbit/s. Zur Versorgung des Moduls werden 3,3 Volt benötigt. Die Potenzialtrennung mit Optokopplern und DC/DC-Wandler sowie die Versorgung für den Profibus-Busabschluss ist im Modul integriert.

Die Software-Schnittstelle arbeitet objektorientiert. Das Modul kann im Interrupt- oder im Polling-Verfahren betrieben werden. Zwischen dem Modul und dem Geräteprozessor werden reine Nettodaten ausgetauscht, die gesamte Profibus-Protokollbearbeitung übernimmt der On-Board-Mikroprozessor.

Vorteile

Im Vergleich zur Eigenentwicklung einer Profibus-Schnittstelle werden durch den Einsatz eines Anybus-CC-Kommunikationsmoduls bis zu 70% Entwicklungskosten und wertvolle Time-to-Market eingespart. Die typische In-Design-Zeit liegt bei ca. 2-3 Wochen. Besonders vorteilhaft ist, dass nach einem einmaligen Entwicklungsprojekt auch alle anderen Anybus-CC-Module eingesetzt werden können und damit Anschlussmöglichkeiten an alle wichtigen Feldbusse und Industrial-Ethernet-Varianten geschaffen werden.

Zertifikate

Das Modul ist durch die Profibus-Nutzerorganisation auf Kompatibilität zum Profibus-Standard zertifiziert. Zur Dokumentation der Industrietauglichkeit liegen CE- und UL-Zertifikate vor. Die volle Interoperabilität mit Automatisierungsgeräten führender SPS/PC-Hersteller u.a. Siemens, EATON, ABB, Bosch Rexroth, Schneider und Hitachi wurde erfolgreich unter Beweis gestellt.

Support

HMS ist akkreditiertes Profibus-Kompetenzzentrum und unterstützt Sie gerne bei der Enwicklung einer Profibus-Schnittstelle. Von der Beratung über Schulungen bis zur Zertifizierung begleiten wir Sie in allen Entwicklungsphasen. Unser Technischer Support ist persönlich, qualifiziert und kostenlos.

M12-Stecker

Die M12-Version ist mit und ohne Geäuse verfügbar. Die Version mit Gehäuse ermöglicht Schutzarten bis IP20, wie unsere Standard Feldbus-Module. Bei M12-Versionen ohne Gehäuse sind Schutzarten bis IP67 möglich. Bei letzterer ist das Produkt gegen Staub und das Eindringen von Wasser geschützt.

  KEY FEATURES
    aktives Anybus-CC-Modul mit paralleler und serieller geräteseitiger Schnittstelle
    kompletter Profibus-DPV1-Slave nach IEC 61158
    max. 244 Byte Eingangs- und 244 Byte Ausgangsdaten,
      Summe der Eingangs- und Ausgangsdatenlänge max. 368 Bytes
    automatische Profibus-Baudratenerkennung (9.600 bit/s - 12 Mbit/s)
    standardisierte Profibus-RS-485-Schnittstelle
    integrierte Potenzialtrennung mit DC/DC-Wandler und Optokoppler
    Profibus-Anschluss über 9-polige D-Sub-Buchse
    generische GSD-Datei wird von HMS bereitgestellt
    Anschluss an die Geräteelektronik über Compcat-Flash-Standardsteckverbinder  
    volle Austauschbarkeit mit allen anderen aktiven Anybus-CC-Modulen
    M12-Version mit Schutzarten bis IP67

  TECHNISCHE DATEN
Abmessungen:   52 x 50 x 22 mm (L x B x H)
Spannungsversorgung:   3,3 Volt
Betriebstemperatur:   -40 bis +70 °C (Module mit Gehäuse)
-40 bis +85 °C (Module ohne Gehäuse)
Profibus-Services:   alle vorgeschriebenen Profibus-DPV1-Slave-Funktionen
UL Nr.:   E214107
Bestellnummer:   AB6200 (Module mit Gehäuse)
AB6300 (Module ohne Gehäuse)
Bestellnummer M12:   AB6250 (Module mit Geäuse)
AB6350 (Module ohne Gehäuse)

  Weitere Informationen
    Profibus-Produkte von HMS
    Was ist eigentlich Anybus?
    Zukauf oder Eigenentwicklung? - Grundsätzliche Überlegungen bei der Realisierung einer Busschnittstelle
    Profibus-Grundlagen