Anybus-IC – Hardware / Mechanik
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Hardware-Schnittstelle zum Automatisierungsgerät
Dank der flexiblen Hardware-Schnittstelle können Anybus-IC entweder stand-alone oder zusammen mit dem Mikrocontroller des Feldgerätes eingesetzt werden. Anybus-IC besitzen mehrere Kommunikationskanäle, die den Austausch von Netzwerkdaten (Feldbus/Ethernet) und internen diskreten E/A-Daten ermöglichen. Zusätzlich können die Daten ohne Zutun des Feldgeräts verschiedenen Kanälen zugeordnet werden.
Als Anschlussfläche zum Feldgerät verwendet das Anybus-IC einen DIL-32-Standardsockel. Das IC benötigt eine 5-Volt-Spannungsversorgung. Die Leistungsaufnahme ist sehr gering. Die Schnittstelle zum industriellen Netzwerk ist vollständig galvanisch isoliert.

Flexibler Datenaustausch
Neben der Netzwerkschnittstelle (Feldbus/Ethernet) besitzen die Anybus-IC zwei weitere Schnittstellen, SCI und SSC, für den Datenaustausch. Diese beiden Schnittstellen arbeiten völlig unabhängig voneinander und können daher gleichzeitig benutzt werden.
Serielle Kommunikationsschnittstelle (SCI)
Intelligente Feldgeräte besitzen normalerweise einen eigenen Mikrocontroller. Das Anybus-IC wird über seine 2-Leiter-TTL-Schnittstelle (SCI) an den Mikrocontroller angeschlossen.

Über die SCI-Schnittstelle kann auf interne Parameter des Anybus-IC zugegriffen werden. Auch der Austausch von E/A-Daten über Modbus-RTU ist möglich. Die Kommunikation zwischen dem Anybus-IC und dem Feldgerät basiert stets auf dem Modbus-RTU-Protokoll. Über die SCI-Schnittstelle des Anybus-IC können bis zu 128 Byte Eingangs- und bis zu 128 Byte Ausgangsdaten ausgetauscht werden.
Synchronous Serial Channel (SSC)
Zusammen mit einem Schieberegister können über die SSC-Schnittstelle diskrete Eingangs- und Ausgangsdaten übermittelt werden. Das Anybus-IC unterstützt bis zu 17 Register (136 Bit) in jede Richtung. 16 Register (128 Bit) stehen für den Datenaustausch zur Verfügung.
Das erste Register ist sowohl bei den Eingangs- als auch bei den Ausgangsdaten für feldbusspezifische Funktionen reserviert. Auf Wunsch kann diese Standardeinstellung geändert werden, so dass auch das erste Register für den Datenaustausch genutzt werden kann. Dennoch stehen in jeder Richtung max. 16 Register (128 Bit) für den Datenaustausch zur Verfügung. Über den SSC werden außerdem die LED-Anzeigen für Status und Diagnose angesprochen sowie die Netzwerkadresse eingestellt.

Monitoring- und Konfigurationsschnittstelle
Über ein Bedienterminal kann auf die Monitoring- und Konfigurationsschnittstelle (MIF) des Anybus-IC zugegriffen werden. Die mit TTL-Pegel arbeitende MIF-Schnittstelle dient der Datenüberwachung (Monitoring). Das Anybus-IC wird ebenfalls über diese Schnittstelle parametriert (Konfiguration).
Netzwerkschnittstelle
Die Signalgebung der Netzwerkschnittstelle hängt vom gewählten industriellen Netzwerk ab. Bei den Feldbusversionen muss beim Anybus-IC lediglich der Feldbussteckverbinder ergänzt werden. Bei den Ethernet-Versionen muss neben dem Ethernet-Steckverbinder zusätzlich der PHY-Halbleiter hinzugefügt werden. Für Ethernet können alternativ auch "FastJack" Ethernet-Steckverbinder benutzt werden.
| Technische Daten |
| Maße: |
42 x 21 x 15 mm (L x B x H) |
| Versorgung: |
5 Volt |
| Temperaturbereich: |
-40 bis +85 °C |
| EU-Richtlinie: |
RoHS-konform |
| Zertifikate: |
CE-Kennzeichnung, UL- & cUL-konform |
| Konformität: |
Getestet und auf Feldbus-Konformität geprüft |