AS-Interface-Master-Busmodul
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Das embedded Master-Busmodul der Produktfamilie Anybus-M ist ein vollständiger AS-Interface-Master (AS-i). Es enthält alle analogen und digitalen Komponenten einer leistungsfähigen AS-Interface-Master-Anschaltung. Das Modul ist auf Konformität zur Version 3.0 der AS-Interface-Spezifikation geprüft und auf Interoperabilität mit vielen führenden AS-Interface-Slave-Geräten getestet. Der On-Board-Mikroprozessor wickelt den gesamten AS-Interface-Busverkehr automatisch ab und entlastet so den Hauptprozessor des Automatisierungsgerätes vollständig von der AS-Interface-Protokollbearbeitung. Die dual-port-RAM-basierte Hard- und Software-Schnittstelle des Busmoduls ist standardisiert und funktional identisch mit den Anybus-M-Modulen für Profibus, DeviceNet und EtherNet/IP. Gerätehersteller, die einmal einen Anybus-M-Steckplatz in ihren Automatisierungsgeräten vorgesehen haben, können je nach Kundenwunsch einfach das jeweils passende Anybus-Modul einsetzen. Ohne langwierige eigene Entwicklungsarbeiten entsteht so eine universelle Master-Schnittstelle für AS-Interface, Profibus, DeviceNet und EtherNet/IP.
Anwendungsbereich
Das Busmodul ist für den Einsatz in leistungsfähigen Automatisierungsgeräten wie SPS, CNC, Robotersteuerungen und Visualisierungsgeräten geeignet. Es kommt typischerweise dort zum Einsatz, wo es auf die Übertragung großer Datenmengen bei hohem Datendurchsatz ankommt. Das embedded Busmodul muss vom Hersteller eines Automatisierungsgerätes in die Geräteelektronik integriert werden.
AS-Interface-Funktionen
Das AS-Interface-Modul unterstützt bis zu 62 Slaves mit maximal 2108 digitalen Ein- und 2048 Ausgängen oder 124 Analogwerten. Alle Standarddienste gemäß dem Master Profil M4 inklusive Zugriff auf Analogwerte und detaillierte Diagnosefunktionen sind verfügbar. Das Bus-Interface ist potenzialgetrennt und hat einem 2-Pin-Schraubklemmenanschluss. Auf Anfrage können alternativ auch Stiftleisten oder andere Steckverbinder als Anschluss zum AS-Interface bestückt werden.
Konfiguration
Die Buskonfiguration erfolgt typischerweise im Autokonfigurationsmodus. Bei Bedarf kann die Konfiguration auch von einem PC aus erfolgen. Dazu wird das Anybus-M-Modul über seine RS-232-Schnittstelle mit dem PC verbunden und am PC ein Terminalprogramm wie z.B. Hyperterm gestartet. Einfache ASCII-basierte Konfigurationsmenüs ermöglichen nun die Feinabstimmung der Master-Konfiguration mit den eingesetzen AS-Interface-Slaves. Das Laden der Konfigurationsdaten in das Modul erfolgt typischerweise über den PC und die RS-232-Schnittstelle des Anybus-M-Moduls. Alternativ können die Konfigurationsdaten auch über die geräteseitige Dual-Port-RAM-Anwenderschnittstelle in das Modul geladen werden.
Geräteseitige Schnittstelle
Die Hardware- und Software-Schnittstelle des Busmoduls bildet ein 2KB Dual-Port-RAM. Der Datentransfer zwischen dem Mikroprozessor des Automatisierungsgerätes und dem Busmodul erfolgt über einen 8 Bit breiten Datenbus. Zusätzlich werden 11 Adressleitungen, Chipselect- und Read/Write-Signale benötigt. Das Modul kann im Interrupt- oder im Polling-Verfahren betrieben werden. Zwischen dem Modul und dem Geräteprozessor werden reine Nettodaten ausgetauscht, die gesamte AS-Interface-Protokollbearbeitung übernimmt der integrierte 16-Bit-Mikroprozessor im Zusammenspiel mit einem AS-Interface-Protokollchip. Zur Versorgung des Moduls werden 5 Volt benötigt. Die vollständige Potenzialtrennung ist bereits integriert. Vier Diagnose-LEDs signalisieren den aktuellen Buszustand und eventuelle Fehlermeldungen.
Vorteile
Im Vergleich zur Eigenentwicklung einer Master-Schnittstelle für AS-Interface und andere Systeme werden durch den Einsatz der Anybus-M-Module bis zu 70% Entwicklungskosten und wertvolle Time-to-Market eingespart. Die typische In-Design-Zeit liegt bei ca. 2-3 Monaten. Besonders vorteilhaft ist, dass nach einem einmaligen Entwicklungsprojekt auch alle anderen Anybus-Module eingesetzt werden können und damit Anschlussmöglichkeiten an bis zu 18 verschiedene Bussysteme geschaffen werden.
Zertifikate
Das Modul ist auf Kompatibilität zum AS-Interface-Standard 3.0 geprüft. Zur Dokumentation der Industrietauglichkeit liegen CE-, UL- und cUL-Zertifikate vor. Die volle Interoperabilität mit Automatisierungsgeräten führender Slave-Hersteller wurde erfolgreich getestet.
Support
In-Design-Zentren in Karlsruhe, Chicago, Tokio und Halmstad unterstützen jederzeit bei der Entwicklung und stellen u.a. Beispiel-Software im C-Quellcode, Schaltungsvorschläge und Evaluation Boards zur Verfügung. Kostenlose Entwicklerschulungen erleichtern den Einstieg in die Anybus-Technologie und geben wertvolle Tipps für ein optimales Hardware- und Software-Design.
| KEY
FEATURES |
komplettes AS-Interface-Master-Modul |
max. 2108 digitale Ein- und 2048 Ausgänge oder 124 Analogwerte |
2 KB Dual-Port-RAM-Anwendungsschnittstelle |
potenzialgetrennte AS-Interface-Schnittstelle |
volle Austauschbarkeit zu allen anderen Anybus-M- und Anybus-S-Modulen für
andere Netzwerke |
Evaluation Board verfügbar |
Beispiel-Software im C-Quellcode verfügbar |
| TECHNISCHE DATEN |
| Abmessungen: |
54 mm x 86 mm x 15 mm (BxLxH) |
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| Spannungsversorgung: |
+5 V max. 450 mA |
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| Betriebstemperatur: |
0 bis +70 °C |
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| AS-Interface-Features: |
AS-Interface-Master gemäß Spezifikation3.0 |
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| E/A-Daten: |
2108 digitale Ein- und 2048 Ausgänge oder 124 Analogwerte |
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Anschließbare
AS-Interface-Slaves: |
bis zu 62 Slaves |
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| HMS-Bestellnr.: |
AB5023 (AS-Interface-Modul der Anybus-M-Familie in Standardkonfiguration), kundenspezifische Konfigurationen der Steckverbinder, Schalter und LEDs auf Anfrage |