DeviceNet-Master/Scanner-Busmodul
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Das embedded DeviceNet-Master/Scanner-Busmodul der Produktfamilie Anybus-M ist ein vollständiger DeviceNet-Master/Scanner. Es enthält alle analogen und digitalen Komponenten einer leistungsfähigen DeviceNet-Master-Anschaltung. Das Modul ist auf Konformität zur Version 2.0 der DeviceNet-Spezifikation geprüft und auf Interoperabilität mit vielen führenden DeviceNet-Adaptergeräten (Slaves) getestet. Der On-Board-Mikroprozessor wickelt den gesamten DeviceNet-Busverkehr automatisch ab und entlastet so den Hauptprozessor des Automatisierungsgerätes vollständig von der DeviceNet-Protokollbearbeitung. Die dual-port-RAM-basierte Hard- und Software-Schnittstelle des Busmoduls ist standardisiert und funktional identisch mit den Anybus-M-Modulen für Profibus, AS-Interface und EtherNet/IP. Gerätehersteller, die einmal einen Anybus-Steckplatz in ihren Automatisierungsgeräten vorgesehen haben, können je nach Kundenwunsch einfach das jeweils passende Anybus-Modul einsetzen. Ohne langwierige eigene Entwicklungsarbeiten entsteht so eine universelle Master-Schnittstelle für DeviceNet, Profibus, AS-Interface und EtherNet/IP.
Anwendungsbereich
Das Busmodul ist für den Einsatz in leistungsfähigen Automatisierungsgeräten wie SPS, CNC, Robotersteuerungen und Visualisierungsgeräten geeignet. Es kommt typischerweise dort zum Einsatz, wo es auf die Übertragung großer Datenmengen bei hohem Datendurchsatz ankommt. Das embedded Busmodul wird vom Hersteller eines Automatisierungsgerätes in die Geräteelektronik integriert.
DeviceNet-Funktionen
Das DeviceNet-Modul unterstützt maximal 62 Slaves mit bis zu 512 Byte Eingangs- und 512 Byte Ausgangsdaten. Alle Baudraten von 125 kbit/s bis 500 kbit/s sind einstellbar. Das Modul unterstützt sowohl Master/Scanner- als auch Slave/Adapter-Funktionen. Die Auswahl der im jeweiligen Anwendungsfall gewünschten Funktionen erfolgt bei der Konfiguration oder über die geräteseitige Software-Schnittstelle des Moduls. Der Funktionsumfang umfasst "Group-2-Client/Server"-Dienste, "UCMM Support", "I/O Slave Messaging" mit "Bit Strobe"-, "Polling"-, "Cyclic"- und "Change-of-State"-Kommunikation. In der Standardversion wird das Modul mit einer 5-poligen DeviceNet-Anschlussklemme geliefert. Auf Anfrage können alternativ auch Stiftleisten oder andere Steckverbinder bestückt werden.
Konfiguration
Die Buskonfiguration wird mit dem HMS-Konfigurationsprogramm NetTool-DEV oder mit dem Rockwell-Tool RSNetWorx erstellt. NetTool-DEV läuft unter Windows als eigenständiges Programm. Die Bedienung des HMS-Tools orientiert sich an der Rockwell-RSNetWorx-DeviceNet-Software. Das Laden der Konfigurationsdaten in das Modul erfolgt entweder extern über DeviceNet und einen entsprechenden Download-Adapter oder lokal über die geräteseitige Dual-Port-RAM-Anwenderschnittstelle des Moduls.
Geräteseitige Schnittstelle
Die Hardware- und Software-Schnittstelle des Busmoduls bildet ein 2 KB Dual-Port-RAM. Der Datentransfer zwischen dem Mikroprozessor des Automatisierungsgerätes und dem Busmodul erfolgt über einen 8 Bit breiten Datenbus. Zusätzlich werden 11 Adressleitungen, Chipselect- und Read/Write-Signale benötigt. Das Modul kann im Interrupt- oder im Polling-Verfahren betrieben werden. Zwischen dem Modul und dem Geräteprozessor werden reine Nettodaten ausgetauscht, die gesamte DeviceNet-Protokollbearbeitung übernimmt der integrierte 16-Bit-Mikroprozessor im Zusammenspiel mit einem Can-Protokollchip. Zur Versorgung des Moduls werden 5 Volt benötigt. Die vollständige Potenzialtrennung ist bereits integriert. Vier Diagnose-LEDs signalisieren den aktuellen Buszustand und eventuelle Fehlermeldungen.
Vorteile
Im Vergleich zur Eigenentwicklung einer Master-Schnittstelle für DeviceNet und andere Systeme werden durch den Einsatz der Anybus-M-Module bis zu 70% Entwicklungskosten und wertvolle Time-to-Market eingespart. Die typische In-Design-Zeit liegt bei ca. 2-3 Monaten. Besonders vorteilhaft ist, dass nach einem einmaligen Entwicklungsprojekt auch alle anderen Anybus-Module eingesetzt werden können und damit Anschlussmöglichkeiten an bis zu 16 verschiedene Bussysteme geschaffen werden.
Zertifikate
Das Modul ist auf Kompatibilität zum DeviceNet-Standard 2.0 geprüft. Zur Dokumentation der Industrietauglichkeit liegen CE-, UL- und cUL-Zertifikate vor. Die volle Interoperabilität mit Automatisierungsgeräten führender Slave-Hersteller, u.a. Rockwell, Wago, Beckhoff und Turck, wurde erfolgreich getestet.
Support
In-Design-Zentren in Karlsruhe, Chicago, Tokio und Halmstad unterstützen jederzeit bei der Entwicklung und stellen u.a. Beispiel-Software im C-Quellcode, Schaltungsvorschläge und Evaluation Boards zur Verfügung. Auch bei der Erstellung der obligatorischen EDS-Datei und bei der Gerätezertifizierung ist HMS behilflich. Kostenlose Entwicklerschulungen erleichtern den Einstieg in die Anybus-Technologie und geben wertvolle Tipps für ein optimales Hardware- und Software-Design.
| KEY
FEATURES |
komplettes DeviceNet-Scanner/Adapter-Modul |
max. 1 KB Prozessdaten (512 Byte Eingangs- und 512 Byte Ausgangsdaten) |
2 KB Dual-Port-RAM-Anwendungsschnittstelle |
Baudraten: 125 bis 500 kbit/s |
potenzialgetrennte DeviceNet-Schnittstelle |
volle Austauschbarkeit zu allen anderen Anybus-M- und Anybus-S-Modulen für
andere Netzwerke |
Evaluation Board verfügbar |
Beispiel-Software im C-Quellcode verfügbar |
| TECHNISCHE DATEN |
| Abmessungen: |
54 mm x 86 mm x 15 mm (BxLxH) |
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| Spannungsversorgung: |
+5 V max. 300 mA |
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| Betriebstemperatur: |
0 bis +70 °C |
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| DeviceNet-Features: |
Group-2-Client/Server, UCMM Support, I/O-Slave-Messaging mit Bit-Strobe, Polling, Cyclic- und Change-of-State-Kommunikation |
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| Vendor-ID: |
0X5A kann bei Bedarf geändert werden |
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| EDS-Datei: |
kann beliebig geändert werden, Beispiele von HMS verfügbar |
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| HMS-Bestellnr.: |
AB5021 (Anybus-M-DeviceNet-Modul in Standardkonfiguration), kundenspezifische Konfigurationen der Steckverbinder, Schalter und LEDs auf Anfrage.
NetTool-DEV: Software zur Konfiguration |