Anybus-S – Slave-Schnittstellen im Kreditkartenformat
DeviceNet-Busmodul
Das embedded DeviceNet-Busmodul der Produktfamilie Anybus-S ist ein vollständiger DeviceNet-Adapter (Slave). Es enthält alle analogen und digitalen Komponenten einer leistungsfähigen DeviceNet-Anschaltung. Das Modul ist von der ODVA zertifiziert und auf Interoperabilität mit allen führenden DeviceNet-Masterscannerbaugruppen getestet. Der On-Board-Mikroprozessor wickelt den gesamten DeviceNet-Busverkehr automatisch ab und entlastet so den Hauptprozessor des Automatisierungsgerätes vollständig von der DeviceNet-Protokollbearbeitung. Die dual-port-RAM-basierte Hard- und Software-Schnittstelle des Busmoduls ist standardisiert und funktional identisch mit allen anderen Anybus-S-Modulen. Dadurch ist die Austauschbarkeit des DeviceNet-Moduls mit anderen Anybus-S-Modulen (u.a. ControlNet, Ethernet/IP, Profibus, Profinet IO, CAnopen, Interbus) ohne Änderungen der Geräteschnittstelle sichergestellt.
Anwendungsbereich
Das Busmodul ist für den Einsatz in leistungsfähigen Automatisierungsgeräten wie Antrieben, Bedienterminals, Industriewaagen und Steuerungen optimiert. Es kommt typischerweise dort zum Einsatz, wo es auf die Übertragung großer Datenmengen bei hohem Datendurchsatz ankommt. Das embedded Busmodul wird vom Hersteller eines Automatisierungsgerätes in die Gerätelektronik integriert.
DeviceNet-Funktionen
Das DeviceNet-Modul unterstützt eine maximale Datenbreite von bis zu 2.048 Byte Input- und 2.048 Byte Output-Daten sowie alle Baudraten von 125 bis 500 kbit/s. Das Modul realisiert den vollständigen Funktionsumfang eines DeviceNet-Adapters für implicit und explicit Messaging. Die DeviceNet-Schnittstelle ist vollständig galvanisch isoliert. Unterstützt werden "Polled I/O", "Bitstrobed I/O", "Change of State" und "Cyclic I/O". Neben den standardmäßigen DeviceNet-Objekten "Identity", "Message Router", "DeviceNet", "Assembly", "Connection" und "Acknowledge Handler" sind die herstellerspezifischen Objekte "I/O Data Input", "I/O Data Output", "Diagnostic" sowie "Parameter Input" und "Parameter Output" vordefiniert. Weitere herstellerspezifische Objekte können anwendungsspezifisch hinzugefügt werden. Die DeviceNet-Mac_ID (Stationsadresse) und Baudrate können über DIP-Switches auf der Vorderseite des Moduls oder durch Software über die Anwendungsschnittstelle gewählt werden. Vier Diagnose-LEDs signalisieren den aktuellen DeviceNet-Zustand und eventuelle Fehlermeldungen.
In der Standardversion wird das Modul mit dem obligatorischen 5-poligen DeviceNet-Schraubklemmanschluss geliefert. Auf Anfrage können alternativ auch D-Sub-Buchsen oder Stiftleisten als Anschlussmöglichkeiten bestückt werden.
Geräteseitige Schnittstelle
Die Hardware- und Software-Schnittstelle des DeviceNet-Busmoduls bildet ein 2 KB Dual-Port-RAM. Der Datentransfer zwischen dem Mikroprozessor des Automatisierungsgerätes und dem DeviceNet-Busmodul erfolgt über einen 8 Bit breiten Datenbus. Zusätzlich werden 11 Adressleitungen, Chipselect- und Read/Write-Signale benötigt. Das DeviceNet-Modul kann im Interrupt- oder im Polling-Verfahren betrieben werden. Zwischen dem Modul und dem Geräteprozessor werden reine Nettodaten ausgetauscht, die gesamte DeviceNet-Protokollbearbeitung übernimmt der integrierte 16-Bit-Mikroprozessor im Zusammenspiel mit einem CAN-Controller. Zur Versorgung des Moduls werden geräteseitig 5 Volt und seitens DeviceNet 24 Volt benötigt.
Vorteile
Im Vergleich zur Eigenentwicklung einer DeviceNet-Schnittstelle werden durch den Einsatz eines fertigen DeviceNet-Busmoduls bis zu 70% Entwicklungskosten und wertvolle Time-to-Market eingespart. Die typische In-Design-Zeit liegt bei ca. 2-3 Wochen. Besonders vorteilhaft ist, dass nach einem einmaligen Entwicklungsprojekt auch alle anderen Anybus-S-Module z.B. für ControlNet und EtherNet/IP eingesetzt werden können und damit Anschlussmöglichkeiten für verschiedene Bussysteme geschaffen werden.
Zertifikate
Das Modul ist durch die "Open DeviceNet Vendors Asscociation" (ODVA) auf Kompatibilität zum DeviceNet-Standard zertifiziert. Zur Dokumentation der Industrietauglichkeit liegen CE-, UL- und cUL-Zertifikate vor. Die volle Interoperabilität mit SPS- und PC-Masterscannern von Rockwell Automation wurde erfolgreich unter Beweis gestellt.
Support
Unsere In-Design-Zentren in Karlsruhe, Chicago, Tokio und Halmstad unterstützen jederzeit bei der Entwicklung und stellen u.a. Beispieltreiber im C-Quellcode, Schaltungsvorschläge und Evaluation Boards zur Verfügung. Auch bei der Erstellung der obligatorischen ESD-Datei ist HMS behilflich. Kostenlose Entwicklerschulungen erleichtern den Einstieg in die Anybus-Technologie und geben wertvolle Tipps für ein optimales Hardware- und Software-Design.
| KEY FEATURES |
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| Ethernet/IP, Profibus, Profinet IO, Interbus, CanOpen, ... |
| TECHNISCHE DATEN | |
| Abmessungen: | 54 mm x 86 mm x 15 mm (BxLxH) |
| Spannungsversorgung: | +5 V max. 200 mA; 24 V max. 30 mA |
| Betriebstemperatur: | 0 bis +70 °C |
| DeviceNet-Baudrate: | 125-500 kbit/s |
| Max. E/A-Daten: | 2.048 Byte Input & Output |
| Konfiguration: | DeviceNet-EDS-Datei, DipSwitch |
| HMS-Bestellnr.: | AB4004 (Standardkonfiguration), kundenspezifische Konfigurationen der Steckverbinder, Schalter und LEDs auf Anfrage |