Anybus-S – Slave-Schnittstellen im Kreditkartenformat

Anybus logo Interbus-LWL-Busmodul

Anybus-S Busmodul für Interbus-S mit 2 Mbit/s LWL-AnschlussDas embedded Interbus-LWL-Busmodul der Produktfamilie Anybus-S ist ein vollständiger Interbus-S-Slave. Es enthält alle analogen, digitalen und optischen Komponenten einer leistungsfähigen Interbus-Anschaltung für die Lichtwellenleiterübertragung. Das Modul ist zertifiziert und auf Interoperabilität mit führenden Interbus-Masterbaugruppen u.a. von Phoenix Contact getestet. Der On-Board-Mikroprozessor wickelt den gesamten Interbus-Busverkehr automatisch ab und entlastet so den Hauptprozessor des Automatisierungsgerätes vollständig von der Interbus-Protokollbearbeitung. Die dual-port-RAM-basierte Hard- und Software-Schnittstelle des Busmoduls ist standardisiert und funktional identisch mit allen anderen Anybus-S-Modulen. Dadurch ist die Austauschbarkeit des Interbus-Moduls mit anderen Anybus-S-Modulen (u.a.Profibus, Profinet IO, DeviceNet, CANopen und Industrial Ethernet) ohne Änderungen der Geräteschnittstelle sichergestellt.

Anwendungsbereich

Das Interbus-Busmodul ist für den Einsatz in leistungsfähigen Automatisierungsgeräten wie Antrieben, Bedienterminals, Industriewaagen und Schweißsteuerungen optimiert. Die geregelte Lichtwellenleiterübertragung bietet höchste Sicherheit gegen Störeinflüsse und stellt eine extrem lange Betriebsdauer ohne Austausch der Lichtleiter sicher. Das Modul wird insbesondere in der Automobilproduktion im Karosserierohbau u.a. bei VW und BMW eingesetzt. Es kommt typischerweise dort zum Einsatz, wo es auf die Übertragung großer Datenmengen bei hohem Datendurchsatz und höchster Zuverlässigkeit ankommt. Das embedded Busmodul muss vom Hersteller eines Automatisierungsgerätes in die Gerätelektronik integriert werden.

Interbus-Funktionen

Interbus LogoDas Interbus-Modul unterstützt maximal 10 Worte Prozessdaten, von denen bis zu vier Worte für den Parameterkanal (PCP) genutzt werden können. Das Modul basiert auf der neuesten OPC-Interbus-Chip-Technologie von Phoenix Contact und unterstützt die Interbus-Baudraten 500 kbit/s und 2 Mbit/s. Die Interbus-Schnittstelle ist in geregelter Lichtwellenleitertechnologie ausgeführt und mit FSMA-Anschlüssen gemäß IEC 874-2 und DIN 47258 ausgestattet. Das Modul realisiert den vollständigen Funktionsumfang eines Interbus-Slaves für die Prozessdatenübertragung und beinhaltet zusätzlich die benötigten Interbus-PMS-Dienste für die Übertragung der Parameterdaten. Vier Diagnose-LEDs signalisieren den aktuellen Interbus-Zustand und eventuelle Fehlermeldungen.

Geräteseitige Schnittstelle

Die Hardware- und Software-Schnittstelle des Interbus-Busmoduls bildet ein 2 KB Dual-Port-RAM. Der Datentransfer zwischen dem Mikroprozessor des Automatisierungsgerätes und dem Interbus-Modul von HMS erfolgt über einen 8 Bit breiten Datenbus. Zusätzlich werden 11 Adressleitungen, Chipselect- und Read/Write-Signale benötigt. Das Modul kann im Interrupt- oder im Polling-Verfahren betrieben werden. Zwischen dem Modul und dem Geräteprozessor werden reine Nettodaten ausgetauscht, die gesamte Interbus-Protokollbearbeitung übernimmt der integrierte 16-Bit-Mikroprozessor im Zusammenspiel mit einem Interbus-OPC-Protokollchip von Phoenix Contact. Zur Versorgung des Moduls werden 5 Volt benötigt.

Vorteile

Im Vergleich zur Eigenentwicklung einer Interbus-Schnittstelle werden durch den Einsatz des fertigen Interbus-Moduls von HMS bis zu 70% Entwicklungskosten und wertvolle Time-to-Market eingespart. Die typische In-Design-Zeit liegt bei ca. 2-3 Wochen. Besonders vorteilhaft ist, dass nach einem einmaligen Entwicklungsprojekt auch alle anderen Anybus-S-Module u.a. für Interbus, Profibus, Profinet IO, DeviceNet, CANopen und Industrial Ethernet eingesetzt werden können und damit Anschlussmöglichkeiten für verschiedene Bussysteme geschaffen werden.

Zertifikate

Das Modul ist durch den "Interbus Club" auf Kompatibilität zum Interbus-Standard geprüft. Zur Dokumentation der Industrietauglichkeit liegt HMS das CE-Zertifikat vor.
Die volle Interoperabilität mit Automatisierungsgeräten führender Hersteller, u.a. Phoenix Contact, Siemens, EATON, ABB, Bosch Rexroth, Schneider und Hitachi, wurde von HMS in vielen Anwendungen erfolgreich unter Beweis gestellt.

Support

In-Design-Zentren in Karlsruhe, Chicago, Tokio und Halmstad unterstützen jederzeit bei der Interbus-Entwicklung und stellen u.a. Beispieltreiber im C-Quellcode, Schaltungsvorschläge und Evaluation Boards zur Verfügung. Die kostenlosen HMS-Entwicklerschulungen erleichtern den Einstieg in die Anybus-Technologie und geben wertvolle Tipps für ein optimales Hardware- und Software-Design der Interbus-Anschaltung.

  KEY FEATURES
    max. 10 Worte Interbus-Prozessdaten
    bis zu vier Worte Interbus-Parameterdaten
    Baudraten: 500 kbit/s oder 2 Mbit/s einstellbar
    Definition zusätzlicher herstellerspezifischer PCP-Objekte möglich
    geregelte Lichtwellenleiterübertragung mit FSMA-Anschlüssen gemäß IEC 874-2 und DIN 47258
    volle Austauschbarkeit zu allen anderen Anybus-S-Modulen für andere Netzwerke
    CE-zertifiziert
    funktionskompatibles 2 Mbit/s Interbus-RS-422-Modul verfügbar

  TECHNISCHE DATEN
Abmessungen:   54 mm x 86 mm x 15 mm (BxLxH)
Spannungsversorgung:   +5 V max. 300 mA
Betriebstemperatur:   0 bis +70 °C
Interbus-Baudraten:   auswählbar zwischen 500 kbit/s und 2Mbit/s
Interbus-Funktionen:   zyklische Prozessdatenübertragung mit max. 10 Worten Interbus-I/O-Daten
PCP-2.0-Parameterkanal mit max 4 Worten Datenbreite
Interbus-PMS-2.0-Dienste: Initiate, Abort, Reject, Status, Identify Get-OD (long), Read, Write.
HMS-Bestellnr.:   AB4293 (Standardkonfiguration), kundenspezifische Konfigurationen der Steckverbinder, Schalter und LEDs auf Anfrage bei HMS

  Weitere Informationen
    Interbus-Produkte von HMS
    Was ist eigentlich Anybus?
    Zukauf oder Eigenentwicklung? - Grundsätzliche Überlegungen bei der Realisierung einer Busschnittstelle
    Interbus-Grundlagen