Anybus-S – Slave-Schnittstellen im Kreditkartenformat
Lonworks-Busmodul
ändiges Lonworks-Interface. Es enthält alle analogen und digitalen Komponenten einer leistungsfähigen Lonworks-FT-X1-Anschaltung. Der On-Board-Mikroprozessor wickelt das gesamte Lonworks-Protokoll automatisch ab und entlastet so den Hauptprozessor des Automatisierungsgerätes vollständig von der Lonworks-Protokollbearbeitung. Die dual-port-RAM-basierte Hard- und Software-Schnittstelle des Busmoduls ist standardisiert und funktional identisch mit allen anderen Anybus-S-Modulen. Dadurch ist die Austauschbarkeit des Lonworks-Moduls mit anderen Anybus-S-Modulen ohne Änderungen der Geräteschnittstelle sichergestellt.
Anwendungsbereich
Das Lonworks-Busmodul ist für den Einsatz in Automatisierungsgeräten wie Antrieben, Bedienterminals, Industriewaagen und Steuerungen optimiert. Es kommt typischerweise dort zum Einsatz, wo es auf die Übertragung großer Lonworks-Datenmengen bei hohem Datendurchsatz ankommt. Das embedded Busmodul wird vom Hersteller eines Automatisierungsgerätes in die Gerätelektronik integriert.
Lonworks-Funktionen
Das Lonworks-Modul unterstützt LonMark-Objekt-Handling sowie die Standard- und automatische Installation. Die Lonworks-Netzwerkvariablen können nach der Konfiguration im Flash-Speicher des Moduls permanent gespeichert werden. Das Modul basiert auf MIP und unterstützt bis zu 256 Input- und 256 Output- Netzwerkvariablen. Vier Diagnose-LEDs signalisieren den aktuellen Lonworks-Zustand und eventuelle Fehlermeldungen. In der Standardversion wird das Modul mit Klemmanschluss geliefert. Auf Anfrage sind kundenspezifische Ausführungen der Steckverbinder und LEDs möglich.
Geräteseitige Schnittstelle
Die Hardware- und Software-Schnittstelle des Lonworks-Busmoduls bildet ein 2 KB Dual-Port-RAM. Der Datentransfer zwischen dem Mikroprozessor des Automatisierungsgerätes und dem Lonworks-Busmodul erfolgt über einen 8 Bit breiten Datenbus. Zusätzlich werden 11 Adressleitungen, Chipselect- und Read/Write-Signale benötigt. Das Lonworks-Modul kann im Interrupt- oder im Polling-Verfahren betrieben werden. Zwischen dem Modul und dem Geräteprozessor werden reine Nettodaten ausgetauscht, die gesamte Lonworks-Protokollbearbeitung übernimmt der On-Board-Mikroprozessor. Zur Versorgung des Moduls werden geräteseitig 5 Volt benötigt.
Vorteile
Im Vergleich zur Eigenentwicklung einer Lonworks-Schnittstelle werden durch den Einsatz eines fertigen Lonworks-Busmoduls bis zu 70% Entwicklungskosten und wertvolle Time-to-Market eingespart. Die typische In-Design-Zeit liegt bei ca. 1-3 Wochen. Besonders vorteilhaft ist, dass nach einem einmaligen Entwicklungsprojekt auch alle anderen Anybus-S-Module eingesetzt werden können und damit Anschlussmöglichkeiten für verschiedene Bussysteme geschaffen werden.
Support
In-Design-Zentren in Karlsruhe, Chicago, Tokio und Halmstad unterstützen jederzeit bei der Entwicklung und stellen u.a. Beispiel-Software im C-Quellcode, Schaltungsvorschläge und Evaluation Boards zur Verfügung. Kostenlose Entwicklerschulungen erleichtern den Einstieg in die Anybus-Technologie und geben wertvolle Tipps für ein optimales Hardware- und Software-Design.
| KEY FEATURES |
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| TECHNISCHE DATEN | |
| Abmessungen: | 54 mm x 86 mm x 15 mm (BxLxH) |
| Spannungsversorgung: | +5 V max. 450 mA |
| Betriebstemperatur: | 0 bis +70 °C |
| Lonworks-Baudrate: | 78 kbit/s |
| Max. E/A-Daten : | 512 Byte Input- und 512 Byte Lonworks-Output-Daten |
| Protokolle: | Lonworks |
| HMS-Bestellnr.: | AB4079 (Standardkonfiguration mit FT-X1-Kabelanschluss), kundenspezifische Konfigurationen der Steckverbinder, Schalter und LEDs auf Anfrage |