Häufig gestellte Fragen zu Anybus CompactCom
(FAQ - Frequently asked questions) |
Feldbusspezifische Fragen
Frage zu Profibus: Nach dem Indesign des ABCC-DPV1 konnte ich die Schnittstelle ohne Probleme mit Profibus-Mastersimulator testen. Bei der Konfiguration mit STEP7 erhalte ich grundsätzlich einen Konfigurationsfehler. Was mache ich verkehrt?
Antwort: Vermutlich haben Sie den Standard-Kommunikationstreiber portiert und auch die Call-Back-Funktion ABCC_CbfAutoCfgRequest implementiert. Wenn diese Funktion implementiert wird, dann werden zunächst die Ausgangsdaten und anschließend die Eingangsdaten als Prozessdaten gemappt. Bei der Konfiguration mit STEP7 müssen entsprechend auch zuerst die Ausgangsmodule in die Slots platziert werden und anschließend die Eingangsmodule. Bei Verwednung des Profibus-Mastersimulators können Sie die richtige Konfiguration mit STEP7 überprüfen, indem Sie statt der Funktion "einfacher Start" die Funktion "Start mit GSD" aufrufen.
Fragen zur Host-Applikation allgemein
Frage: Wann verwende ich den "Standard"-ABCC-Kommunikationstreiber, wann den "Lite"-Treiber?
Antwort: Wenn Ihre Host-Applikation über ausreichend Resourcen (mind. 16 kByte ROM und 4 kByte RAM) verfügt und nicht die höchste Performance benötigt wird, empfehlen wir den "Standard"-Treiber, für die anderen Fälle den "Lite"-Treiber. Der "Standard"-Treiber ist einfacher zu implementieren und es existiert hierzu auch ein porting-guide. Der "Lite"-Treiber bietet einen geringeren Abstrahierungsgrad und erfordert eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Anybus-CC-Kommunikationsprotokoll.
Frage: Warum sollte ich den Reset-Pin des ABCC an einen µController-Port anschließen?
Antwort: Das ABCC arbeitet intern mit einer state-machine. Einer der states, in den das ABCC gelangen kann, z.B. wenn der Applikationswatchdog greift, ist der "Exception"-Zustand, in dem sich das Modul vom Bus abklemmt. Aus diesem Zustand kommt das Modul nur durch einen Hardware-Reset wieder heraus.
Frage: Verfügt das ABCC auch über einen Software-Reset?
Antwort: Nein, das ABCC kann nur über einen Hardware-Reset zurückgesetzt werden; es empfiehlt sich daher, den Reset-Pin des ABCC an einen softwarekontrollierten Pin des µControllers anzuschließen.
Frage: Hat der IRQ-Pin des ABCC auch eine Funktion, wenn das serielle Interface des ABCC verwendet wird?
Antwort: Nein, der IRQ-Pin gehört ausschließlich zum parallelen Interface; das ABCC generiert einen Interrupt, wenn es das Statusregister des DPRAM beschreibt. Die Host-Applikation kann daran erkennen, dass das ABCC ein neues Telegramm an die Host-Applikation gesendet hat. Normalerweise generiert der UART des Hosts einen Interrupt für jedes Zeichen, das er über die serielle Schnittstelle empfangen hat.
Frage: Wie informiert das ABCC die Host-Applikation über ein Ereignis, das masterseitig über den Bus an das Modul gesendet wurde?
Antwort: Das ABCC reagiert immer nur mit einem Antworttelegramm auf ein Telegramm des Hosts, d.h. es sendet nie ohne vorheriges Telegramm des Hosts von sich aus ein Telegramm an den Host. Damit ein masterseitiges Ereignis ohne allzu großen Zeitverzug an die Host-Applkation durchgereicht wird, muss daher die Host-Applikation in entsprechend kurzen Intervallen Telegramme an das ABCC senden (im Bereich weniger ms).
Frage: Welche Arten von Daten / Diensten kann man von der Host-Applikation feldbusunabhängig ("Anybus") an den Bus übertragen?
Antwort: Es können feldbusunabängig zyklische IO-Daten, azyklische Parameterdaten und azyklische Ereignisse / Diagnosen / Alarme übertragen werden. Dies ist durch ein objektorientiertes Adressierungsmodell möglich, das im ABCC realisiert wurde.
Frage: Muss auf der Leiterplatte auch die Fläche gegenüber dem ABCC (auf der Lötseite) unbestückt bleiben?
Antwort: Das ist die Empfehlung von HMS, um alle Möglichkeiten einer EMV-Beeinflussung des HMS-Moduls auszuschließen.
Frage: Schreiben einzelne Feldbussysteme die Sichtbarkeit der LEDs vor? Wenn ja, welche?
Antwort: Es gibt einzelne Feldbussysteme, die dies vorschreiben (z.B. Interbus-S. Aus diesem Grund ist es generell sinnvoll, eine Sichtbarkeit der LEDs zu realisieren. Wenn das Modul aus Platzgründen nicht so platziert werden kann, dass die modulinternen LEDs sichtbar sind, sollten externe LEDs vorgesehen und mit den entsprechenden Signalen des Moduls (am Steckverbinder aufgelegt) verbunden werden.
Frage: Die Eingänge OM0..2 sehen auch die Bitkombination 1-1-1 für den Servicemode vor (serielle Kommunikation). Welche Baudrate wird in diesem Modus gefahren?
Antwort:Die Baudrate für diesen Betriebsmodus wird nicht offengelegt, da sich HMS hier nicht festlegen möchte, um sich für die Zukunft nicht selbst einzuschränken. Die Baudrate der seriellen Schnittstelle des PCs wird über den Firmware-Manager eingestellt (Windows-Applikation, die von HMS bereit gestellt wird). Es wird generell empfohlen, für diesen Betriebsmodus das Modul in der Starterkit-Platine zu betreiben.